Die Abwanderung zählt zu den größten Herausforderungen der Berggemeinden und der Zentren der sogenannten inneren Gebiete („Aree Interne“), der mit der Nationalen Strategie für die inneren Gebiete (SNAI) durch gezielte Maßnahmen entgegengewirkt werden soll. Der Bevölkerungsrückgang ist ein vielschichtiges und komplexes Phänomen, das umfassend untersucht und diskutiert wird und unterschiedliche Antworten sowie Maßnahmen erfordert.
Zu den Faktoren, die eine Trendumkehr erschweren, gehört der Mangel an verfügbarem Wohnraum – sowohl aufgrund des begrenzten Angebots als auch wegen der häufig hohen Mietkosten. Die zunehmende touristische Nutzung der Ortszentren, die hohen Kosten für die Modernisierung von Gebäuden sowie die verbreitete Auffassung, dass Vermieterinnen und Vermieter gesetzlich nur unzureichend geschützt sind, führen zu einer deutlichen Verknappung des Wohnungsangebots.
Die Folge ist, dass Menschen, die aus beruflichen Gründen oder aus persönlicher Entscheidung in die Region ziehen möchten, große Schwierigkeiten haben, eine Wohnung oder ein Haus zu finden. Dies hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Erbringung grundlegender Dienstleistungen, da der Personalmangel deren Verfügbarkeit und Qualität beeinträchtigt. Die Projektaktivitäten konzentrieren sich auf diesen Aspekt, nämlich auf den Wohnraumbedarf von Beschäftigten, die Dienstleistungen von allgemeinem Interesse erbringen (Gemeinden, Schulen, Gesundheitsbetrieb ULSS 1 Dolomiti, öffentliches Verkehrsunternehmen Dolomiti Bus usw.).


